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Neurologie / Psychiatrie / Psychotherapie • Dr. med. Mir Taher Fattahi
Facharzt für Neurologie, Psychiatrie und Psychotherapie
Suchtmedizinische Grundversorgung
Cranger Strasse 226 • 45891 Gelsenkirchen
Telefon 0209 / 1489732.0 • Fax 0209 / 1489732.699


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Diagnostik

EEG =Elekroenzephalographie
Die Elektroenzephalographie ist eine Methode zur Messung elektrischer Gehirnströme. Die natürlichen Spannungsschwankungen der Hirnrinde werden dabei über auf die Kopfhaut aufgesetzte Metallplättchen (Elektroden) abgeleitet. Zwischen jeweils zwei Elektroden werden in verschiedenen Kombinationen die elektrischen Spannungsunterschiede gemessen, mit einem speziellen Gerät verstärkt und schließlich als Hirnstromwellen aufgezeichnet. Dieses elektrische Potenzial bauen die Nervenzellen selbst auf. Es ist Zeichen ihrer Aktivität und Funktionstüchtigkeit. Der Arzt beurteilt das EEG anhand der Frequenz (Messung in Hertz =Hz), Wellenhöhe (Amplitude), Steilheit und Lokalisation auf der Gehirnoberfläche. Wichtig ist auch die Symmetrie zwischen den beiden Gehirnhälften. Der Haupteinsatz des EEGs liegt in der Diagnostik von Anfallsleiden, Bewusstseinsstörungen und Störungen der Hirnleistung.

Evozierte Potentiale
hierbei handelt es sich um eine neurologische Untersuchungsmethode, mit deren Hilfe die Leitfähigkeit und damit die Funktionsfähigkeit von Nervenbahnen getestet werden kann. Das Prinzip beruht auf einer Reizung eines Sinnesorgans oder peripheren Nervs und der Beobachtung des dadurch ausgelösten elektrischen Potentials in verarbeitenden Regionen des Zentralnervensystems (Gehirn und Rückenmark).

Beispiele für evozierte Potentiale sind:

  • VEP =Visuell evozierte Potentiale: Untersuchung des Sehnerven und der nachfolgenden Sehbahn. Als visueller Reiz dient ein auf einem Monitor generiertes Schachbrettmuster dessen Felder die Farbe wechseln.

  • AEP =Akustisch evozierte Potentiale: Untersuchung des Hörnerven und der aufsteigenden Hörbahn. Als Reiz dienen hier über einen Kopfhörer abgegebene Klicklaute.
  • SEP =Sensibel evozierte Potentiale: Untersuchung der Gefühlsbahnen im Gehirn und Rückenmark. Als Reiz dienen elektrische Impulse an verschiedenen Nerven der Arme und Beine.

NLG =Messung der Nervenleitgeschwindigkeit
Es werden motorische (für die Körperbewegungen zuständige) und sensible (für die Leitung des Gefühls zuständige) Nerven an Armen und Beinen mit Strom gereizt. Bei der motorischen Messung wird ein Stromreiz an einem Nerven gesetzt, der Nerv wird erregt und leitet den Impuls bis zum Muskel weiter, wo über auf den Muskel gesetzte Ableitelektroden die Reizantwort gemessen werden kann. Zur Bestimmung der motorischen Nervenleitgeschwindigkeit sind immer 2 Reize an unterschiedlichen Stellen des Nerven notwendig. Bei der sensiblen Nervenleitgeschwindigkeitsmessung werden elektrische Reize am Nerven gesetzt, von diesem weiter geleitet und an anderer Stelle wieder über dem Nerven gemessen. Diese Untersuchungsmethoden werden bei Nervenverletzungen, Druckschäden von Nerven, Polyneuropathien etc. eingesetzt.

EMG =Elektromyographie
Bei der Elektromyographie wird eine Nadel in einen Muskel eingeführt und in verschiedenen Funktionszuständen (in Ruhe, bei leichter Anspannung und bei maximaler Anspannung) die vom Muskel produzierte elektrische Spannung gemessen. Da die elektrische Aktivität in den Muskeln einerseits durch Erkrankungen des Muskels selbst (sog. Myopathie) oder aber durch eine Schädigung des versorgenden Nerven gestört sein kann, lassen sich mit dem EMG ebenso Erkrankungen von Nerven und Nervenwurzeln gut diagnostizieren.

 
 
     
 

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